„Danke, Mama, dass du Zeit für mich hast!“

Gerade erst musste ich über den Artikel von SarahPlusDrei mit dem Titel „Denn die Zeit mit euch gibt mir keiner zurück“ nachdenken. Seit geraumer Zeit übe ich mich darin, im Hier und Jetzt zu sein. Oft halte ich inne und versuche nicht zu sehr zu planen, mich an den Dingen von morgen oder gestern festzubeißen. Ich gebe zu, dass mir das besonders im Alltag zwischen dem Kita-, Schul- und Arbeitsbeginn, den Hausaufgaben, Einkäufen und Erledigungen nicht leicht fällt. Aber es ist es wert – im Jetzt sein und die Momente mit den Kindern leben. Ein kleiner Wegbegleiter erinnert mich immer daran.

Wie gelingt mir das?

Zuerst besinne ich mich am Tag auf wenige Dinge. Das heißt, ich packe mir meinen Kalender nicht mehr voll. Vermeide Termine mit Zeitdruck mit den Kindern. Unsere Kinder haben besonders am Nachmittag ausreichend Zeit zum „sein“, zum spielen, Hausaufgaben erledigen und draußen sein. Zum „rumtüdeln“, wie wir so schön sagen. Besonders nach der Schule/Kita, sind sie randvoll, nahezu überreizt, dass weniger bei uns mehr ist. Auch für mich!

Prioritäten setzen

Und ich habe gelernt Prioritäten zu setzen. Die Wochenenden gehören beispielsweise ganz uns, meistens zumindest. Dieses Gefühl, dass wir uns genug sind, mag ich sehr. Noch freuen sich die Kinder wie Schneekönige mit uns sein zu dürfen. Sie schätzen meine Nähe, lieben es mit mir zu basteln, backen, verstecken zu spielen und zu kuscheln. Heute schaukelte ich meine dreijährige Tochter lange an und sie sagte aus vollem Herzen:

„Du hast viel mehr Zeit für mich. Danke, Mama!“.

 

Mein Herz hüpfte für einen Moment. Ja, Zeit ist es, was ich uns schenken möchte. Und ich bin sicher, ich werde auch dieser Zeit, welche ich in großem Maße mit meinen Kindern verbringe, vermissen. Bald werden sie sich Stück für Stück abnabeln und Freunde dürfen mit ihnen mehr Zeit verbringen als ich. Und bis dahin genieße ich diese oft auch total hektischen, stressigen, nervenaufreibenden Momente und sauge sie auf! Vom ersten Augenaufschlag bis zum tiefen Atmen beim Einschlafen am Abend… Ich hätte nie geglaubt, dass mich das so erfüllt.

(Aber! Neben dem Mama-Job, bin ich zu gern auch Frau, Ehefrau, Freundin, Selbstverwirklicherin und sehe zu, dass der Akku im Gleichgewicht bleibt. Eine Herausforderung, der ich mich täglich stelle…)

  1. Das sehe ich ganz genau so….. schön dass du das schreibst. Ich hoffe es wird noch von vielen weiteren Eltern gelesen!

    Ich bin genau so aufgewachsen und habe bis heute eine wunderbare Beziehung zu meiner Mama! Und das möchte ich mit meinen Kindern auch erleben.

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