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Das sicherste Erbe – was wir unseren Kindern hinterlassen möchten

Von Kathrin

Vielleicht fragst du dich auch öfter, was du deinem Kind oder deinen Kindern hinterlassen kannst? Welches Erbe könnte es sein? Ich habe die letzten Jahre mehrfach „geerbt“ und mir meine Gedanken dazu gemacht.

Ein Erbe – ist es Vermögen, eine Wohnung, ein Grundstück. Vielleicht sollten wir sogar mit dem Sparen beginnen, damit dann etwas „da“ ist. Oder?


Nach reichlicher Überlegung habe ich mich dazu entschieden eines Tages etwas ganz bestimmtes zu „hinterlassen“.

Was möchten wir vererben?

Wir Eltern und auch Großeltern begleiten die Kinder in ihrer Kindheit. Wir beobachten sie beim Aufwachsen und möchten ihnen Wurzeln und Flügel schenken. Wir möchten (das unterstelle ich jedem) das Beste für unsere Kinder. Dabei machen wir tagtäglich Fehler. Jasper Juul sagte, es sind sicher einige am Tag. Und das ist okay, ja es ist völlig normal.

Jeder kann und sollte für sich persönlich überlegen, was für eine Mutter, was für ein Vater, Opa, Oma er oder sie sein möchte. Welche Rolle möchten wir für das Kind gern spielen? Wir tragen für die Beziehung die Verantwortung, nicht das Kind.

Für mich war nach einiger Zeit des Mutter-seins ganz klar, ich möchte für meine Kinder präsent sein! Ich möchte für sie da sein, wenn sie mich brauchen. Vor allem aber möchte ich, dass sie spüren, dass sie es „wert“ sind und möglichst selten um meine Aufmerksamkeit kämpfen müssen.
Ein Grund, warum ich seit Jahren flexibel oder in Teilzeit arbeite. Ich möchte möglichst stressfrei Zeit für sie haben, ohne auf 10 Hochzeiten tanzen zu müssen. Ich möchte, dass sie spüren, dass es für mich ein Geschenk ist, mit ihnen zusammen zu sein, mit ihnen zu wachsen und mich mit ihnen zu entwickeln.

Organisation und Tage wie in der Achterbahn

Und auch bei uns ist es organisatorisch nicht immer leicht und oft sind wir auch auf Kompromisse angewiesen, wie Prioritäten setzen, Dinge und Termine verschieben, Babysitterin oder Freunde und Familie einspannen.

Es gibt diese leichten Tage, an denen das auch alles so spielend funktioniert. Und es gibt eben auch die verkrampften, grauen und ruckligen Tage. Ich erlebe sie alle gern mit ihnen und freue mich auf die fröhlichen und murrigen Morgene, ihre Gesichter, wenn ich sie von der Kita/Schule abhole und darauf, sie am Abend in den Schlaf zu begleiten.

Eigene Freiräume und Auszeiten einplanen

Ja, Hand auf´s Herz, wie alles, so gibt es auch Phasen, in denen Einschlafbegleitung und Routinen nerven können. Viel besser gelingt es mir die Mutter zu sein, die ich gern möchte, wenn ich an meine Auszeiten und Freiräume denke und in mich höre, statt das Kind hungrig und mit einer endlosen To-Do-Liste ins Bett zu begleiten. Das kann nur schief gehen!

Aber das ist normal und so spielt das Leben. Es verläuft oft anders als geplant, es gibt Höhen und Tiefen, Harmonie und wieder heftige Krisen. Aber außer Frage steht immer – ich bin so gern Mutter und ich möchte, dass sich meine Kinder wertvoll und geliebt fühlen, genau so wie sie sind. (Auch das gelingt besser, wenn wir das Ding mit der Selbstliebe im Blick behalten – ihr kennt das, oder?).

Nun ja, das ist es, was ich ihnen gern „vererben“ möchte.

Ich möchte, dass sie spüren, dass sie geliebt, beschützt, begleitet werden und ich jeden Tag mein Bestes gebe. Das ist mal mehr und mal weniger gut. Und es gibt Tage, an denen wir uns Eltern, Großeltern auf die Schulter klopfen und wieder andere Tage, an denen wir uns lieber die Decke über den Kopf ziehen möchten. Lassen wir sie daran teilhaben und leben mit ihnen – in guten, wie in schlechten Zeiten.

Was bleibt?

Und ich verrate euch noch etwas – auch unsere Eltern haben viele Fehler gemacht und werden weiterhin welche machen. Ganz bestimmt. Aber ist es nicht das beste Gefühl, wenn wir uns von ihnen geliebt fühlen? Am Ende ist das alles was uns bleibt. Es bleibt die Erinnerung an Momente, Situationen, Urlaube und eben ein Gefühl. Welches Gefühl das ist, können wir maßgeblich beeinflussen, indem wir unser Kind mit Freude und Liebe betrachten und sehen was und wer es ist, was es kann und was es möchte!
(Anstatt, was es nicht kann, wer es nicht ist, und was wir möchten!)

Dies ist das sichereste und schützendste Erbe, was wir unseren Kindern hinterlassen können – an sie zu glauben, sie zu lieben wie sie sind, in ihr Handeln zu vertrauen und einfach auch nur stolz zu sein!
Am besten jeden Tag!

Habt ihr euch schon mal gefragt, was ihr hinterlassen möchtet?

Alles Liebe,
Kathrin


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