Elternleben

Veränderung im Beruf

Tür zur Stierkampfarena Valencia

Wenn Dinge zu Ende gehen heißt es, es öffnet sich auch wieder eine neue Tür. In diesen Momenten, in denen ein Ende naht, ist diese neue Tür meist noch weit versteckt und man ist in der Regel schwer mit dem „Alten“ und dem „Abschied“ beschäftigt.

Auch mir ging es so, denn viele Jahre war meine Tätigkeit viel mehr als ein Beruf, es war eine Leidenschaft, etwas was mich so erfüllte, dass ich nicht spürte wie viel ich am Tag eigentlich für die Arbeit tat und wo meine Freizeit begann. An vielen Tagen der letzten Jahre überwog die Zeit für den Beruf und ich konnte mich glücklich schätzen, dass dieser auch mein Hobby war. Ich spürte das Arbeiten oft nicht, weil es mich erfüllte, lebendig machte. Ich konnte mich mit all meinen Stärken einbringen, Dinge vorantreiben, verändern, entwickeln, begleiten. Es gab in der Zeit auch Tiefschläge, Hürden und Grenzen, die unüberwindbar wirkten und das Gefühl war unbeschreiblich, wenn es nach diesen Hindernissen weiter ging. Meist ging es dann leichter, sonniger und noch flüssiger. Ein wunderbares Gefühl.
Aber was, wenn sich diese Situation ändert und durch etwas die Arbeit keinen Spaß mehr macht, einen lähmt, blockiert, behindert, verkrampft und gefühlt Fesseln an die Hände und Füße legt?
Das Streben nach Sicherheit, das Zurückblicken auf das Vergangene- auf das Schöne, auf das Beflügelnde ist groß und der Weg, den man geht, bevor man etwas abschließen kann, meist lang und steinig. Verbunden mit vielen Zweifeln und Unsicherheiten.

Ich bin diesen Weg nun eine lange Zeit gegangen und spürte erstmals auch eine Art Liebeskummer für den Beruf. Stellte viel in Frage und musste nun Stück für Stück loslassen und einen Fuß vor den anderen setzten, jeden Tag, Stück für Stück.
Nun schließt sich diese eine besagte Tür, es tritt Wehmut und Traurigkeit auf und ich schärfe den Blick und schaue, was ich durch diese Jahre gewonnen habe- neben wichtigen Erfahrungen trage ich auch persönliche Schätze bei mir, einige bleiben, andere gehen. Für diese Schätze bin ich besonders dankbar und ich wünsche diesen funkelnden kleinen und großen Schätzen von Herzen das allerbeste.
Mit diesem geschärften Blick und einem Lächeln auf den Lippen, kann ich diese Tür sehen, die hinter dem Nebel sichtbar wird und sobald ich die Türklinke erreiche, bin ich sicher, dahinter wartet Neues, Spannendes, neue Abenteuer und Schätze.
Denn nur wenn man etwas loslässt, hat man wieder beide Hände frei und kann Neues anpacken!

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