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„Wir müssen einen ökologischen Fußabdruck hinterlassen“ – Gastbeitrag von Philipp Rahn

Von Kathrin
Foto: Philipp Rahn

Foto: Philipp Rahn

„Aus gegebenem Anlass mal etwas anderes. Ich habe Angst! Ich konnte mich bisher wochen-/monatelang irgendwie entziehen und mich meiner Abwehrmechanismen bedienen, aber in letzter Zeit ging auch das nicht mehr.

Ich lese überall, wie es um unseren Planeten Erde steht und immer mehr Quellen bestätigen diese Dringlichkeit. Und ich bin an einem Punkt, an dem ich Angst habe, wütend bin und im Endeffekt unendlich traurig werde.

Ich bin weit weg davon ein Vorbild (egal in welcher Hinsicht) zu sein und ich handelte und handle immer noch zu oft aus egoistischen und naiven Motivationen heraus, aber verdammt noch mal jeder von uns muss etwas ändern.

Ich habe gelesen, dass ein heute geborener Mensch lediglich die Lebenserwartung von 50 Jahren hat…50 Jahre!! Und auch, wenn es verschiedene Hochrechnung gibt und ich nicht weiß, wie sehr wissenschaftlich abgesichert diese Prognosen sind, so machen sie mir doch Angst. Und wenn ich, mit 32 Jahren, keine 50 Jahre mehr zu leben habe, dann kann ich mich über die Dummheit dieser Menschen, dieser so zivilisierten und ach so intelligenten Menschheit, ärgern und unfassbar enttäuscht sein.

Aber dann wäre es eben mein kleines Leben, was dann in gehobenem Alter zugrunde geht. Aber vorhin sah ich meine Tochter und ihre wunderschönen Augen und wurde so tief traurig. Sie weiß von all dem noch nichts. Aber irgendwann wird doch der Tag kommen, an dem wir uns darüber unterhalten werden. An dem ich zugeben muss, dass der Mensch seinen einzigen Lebensraum zerstört hat. An dem ich ihr vielleicht sagen werde, dass in den nächsten Jahrzehnten die Menschen nicht an einem natürlichen Tod sterben, sondern weil unser Planet unbewohnbar geworden, von Naturkatastrophen, Hunger, Armut usw. geplagt ist.

Und dann sehe ich höchstwahrscheinlich in Augen voller Angst, Enttäuschung und Unverständnis. Mir zerreißt es jetzt schon das Herz, wenn ich daran denke. Und dann denke ich daran, dass immer noch nicht genug gemacht wird, um irgendetwas zu verändern und daran, dass Geld und Macht scheinbar eine größere Rolle spielen als unsere Existenz.

Ich sehe meinen Engel jeden Morgen völlig unbekümmert spielen und wünschte, sie würde diese Lachen nie verlieren und diese positive Energie immer beibehalten.

Ich habe Angst! Angst davor, sie Angst vor der Zukunft haben zu sehen. Und wenn sich jeder von uns einen Dreck um diese Erde und somit auch das eigene Leben schert, so lasst uns doch bitte an alle Menschen denken, die Kinder haben, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen würden, um diesen Planeten und alle nachfolgenden Generationen zu retten, die keine Müllhalde hinterlassen wollen.

Auch wenn meine Hoffnung verschwindend gering ist, so hoffe ich doch, dass wir irgendwann, und nicht erst, wenn es zu spät ist, wach werden und erkennen, dass die Zukunft nicht einfach nur heißere Sommer, mehr Hochwasser und ab und zu mal ein paar wenige knappe Nahrungsmittel bedeutet. Ich habe mir jedenfalls geschworen etwas in meinem Leben zu ändern… wenn auch Stück für Stück und mühsam.

Aber ich will in ein paar Jahren nie an meine Tochter denken und mir vorwerfen müssen, dass ich nicht alles dafür gegeben habe, um diese Erde und somit sie zu retten…

Und ich bin immer noch weit davon entfernt einen perfekten ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Aber ich probiere es jeden Tag immer mehr!“


Danke, Philipp, dass ich diese deine Zeilen an dieser Stelle teilen darf. Sie bereiten mir Gänsehaut und sprechen mir so aus der Seele.

Wir können etwas bewegen und wir können sofort damit beginnen!
Gern würde ich ein paar praktische Tipps und Tricks sammeln, mit euch! Was tut ihr mit eurer Familie?
Hinterlasst doch ein paar Kommentare zum Thema!



Liebe Grüße,
Kathrin

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