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Buchvorstellung „Schlaf, mein Baby, schlaf“

Von Kathrin

Buchvorstellung „Schlaf, mein Baby, schlaf. Entspannte Wege zu ruhigen Nächten”, erschienen im dk-Verlag.
Diese Buchvorstellung wurde von Nathlie Le Moël für Kindheit erleben verfasst, es handelt sich um ein Rezensionsexemplar (*Werbung*).

“Ein Baby, das nicht zur Ruhe kommt, ist übermüdet, oft quengelig und unglücklich und beansprucht seine Eltern bis zur Erschöpfung.

Ein erster Einblick

Besonders angesprochen von diesem Buch werden Eltern von Babys und Kleinkindern, die mit dem Thema Schlaf zu kämpfen haben, die vielleicht schon alle Foren rauf und runter gelesen haben, sich viele (ungewollte) Tipps von Familie und Freunden haben geben lassen und trotzdem feststellen: “Hier stimmt was nicht!”

Mit der Wahl dieses Buches treffen sie ganz ins Schwarze! Es holt uns Eltern dort ab, wo wir stehen, zeigt uns auf, wie umfassend das Thema Schlaf doch ist und führt uns Schritt für Schritt an die verschiedenen Stellschrauben. Denn diese gilt es zu überprüfen – oft helfen schon kleine Veränderungen, um die Situation für Kind und Eltern zu entspannen. Empfehlen kann ich das Buch nicht erst, wenn das Kind vermeidlich schon in den Brunnen gefallen ist und das Thema in den Familien akut ist, sondern als Ratgeber bereits während der Schwangerschaft. Viele Weichen können schon früh gestellt werden, damit das Thema Schlaf erst gar nicht zum Problem wird. Bindungsorientiert, kindbezogen und dabei sehr übersichtlich und leicht verständlich nimmt uns “Schlaf, mein Baby, Schlaf” mit, auf die Reise im Umgang mit Schlafproblemen.

Aufbau des Buches:

1. Auftakt- Schwangerschaft und Geburt
2. Refrain… und nächtlich grüßt ein Murmeltier
3. Ausklang – wie geht es weiter mit dem Schlaf?

Der erste Teil des Buches “Auftakt- Schwangerschaft und Geburt” widmet sich zuerst dem Thema Schlaf aus Sicht der (noch) Schwangeren, denn das Thema rückt nun wahrscheinlich das erste Mal in den Fokus. Entweder die Schwangere selbst findet kaum noch in den Schlaf, oder wird bereits von gut gemeinten Ratschlägen a lá “ein regelmäßiger Tagesablauf hilft deinem Baby JETZT schon, später einen guten Schlafrhythmus zu finden” überschüttet. Die Autorin Silke R. Plagge hält hier hilfreiche Strategien und Übungen für uns bereit, um sich der Thematik stressfrei zu nähern.

Ist das Baby erst da, wird die Welt (oder sollten wir besser sagen Nacht), auf den Kopf gestellt. Fachlich wird erklärt, was im Wochenbett wichtig ist, warum Babys besonders beim Schlafen Begleitung benötigen und welche Schlafumgebung sowie Arrangements, wie Co-Sleeping oder Gitterbettchen, welche Vorteile mit sich bringen.

Der zweite Teil durchleuchtet zuerst die Schlaf-Wach-Zyklen im ersten Lebensjahr sowie die verschiedenen Schlaftypen. Was das Buch “Schlaf, mein Baby, Schlaf” uns immer wieder mit Hilfe von diesen Grundlagenwissen ans Herz legt, ist Akzeptanz der Situation. Das Wissen, dass Babys und Kleinkinder anders Schlafen als wir Erwachsenen nimmt den Druck raus, den Eltern oft verspüren. Hierfür werden im zweiten Teil des weiteren ausführliche Aufklärungen zu den Themen “Durchschlafen, Schlafphasen, Einschlafassoziationen sowie Entwicklungsschübe, Krankheit und andere Besonderheiten, die den Schlaf beeinflussen können”, geliefert.

Um den Eltern etwas handfestes an die Hand zu geben, werden in dem zweiten Teil neun Rituale für die Begleitung in den Schlaf vorgestellt. Es appelliert mit eingestreuten Experten-Interviews daran, neue mögliche Wege in Betracht zu ziehen, jedoch immer seinem Gefühl zu vertrauen. Ganz nach dem Motto: “Du bist der Experte für dein Kind!”.

Kritisch werden Schlaflernprogramme durchleuchtet, warum diese nicht zum gewünschten Erfolg führen und was sanfte Alternativen sein können.  Auch wenn Eltern zwar Akzeptanz für den so andersartigen Babyschlaf aufbringen können, bewahrt es sie nicht davor, sich müde, ausgelaugt und überfordert zu fühlen. Silke R. Plagge stellt in ihrem Buch Tipps und SOS-Ideen für müde Eltern bereit- denn: “müde sein kann krank machen!”.

Der dritte Teil widmet sich dem Kleinkindalter. Im zweiten Lebensjahr gehen die Kinder auf Entdeckungsreise, machen große Schritte in die Selbstständigkeit, erleben durch Kita-Eingewöhnung, Babysitter, Eltern, die nun wieder ins Berufsleben einsteigen, große Veränderungen, die besonders im Schlaf verarbeitet werden müssen. 

Auch wenn ein Geschwisterkind dazu kommt, steht die Welt noch einmal Kopf! Routinen und Rituale müssen nun der neuen Familienkonstellation angepasst werden. Die Bedürfnisse der Kinder passen vielleicht besonders am Abend und in der Einschlafbegleitung nicht zusammen. Gemeinsam mit “Schlaf, mein Baby, schlaf” werden Muster durchleuchtet und Ideen zur Veränderung geliefert.

Ausblick

Der Ausblick als Buchabschluss ist so liebevoll ehrlich und aufmunternd verfasst. Das Thema Schlaf zieht sich in abwechselnden Phasen durch unsere Elternschaft- mal ist es besser, mal ist es schlechter, was wir jedoch nicht vergessen sollten, ist auf die eigene Intuition zu hören.

“Eines kann ich versprechen: Es wird anders, immer wieder. Jede Familie muss ihren eigenen Weg finden, mit Schlafproblemen umzugehen. Suchen Sie sich selbst einen Pfad, der Ihnen guttut. Erlauben Sie sich Pausen. Die Strecke vor Ihnen wird holprig, Sie werden vielleicht auch in ein kleines Loch fallen – aber immer wieder herauskommen”, appelliert die Autorin Silke R. Plagge an uns- und Recht hat sie!


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